Im Spotlight

StoP Stadtteile ohne PartnergewaltStoP Logo

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir, Yasemin und Maike, koordinieren mit Unterstützung der stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten Ulrike Adam und Jasmin Salgmann als Ansprechperson in der Spielstube Hebbelstraße in Braunschweig das urheberrechtlich geschützte Handlungskonzept StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt. Entwickelt wurde dieses gemeinwesenorientierte Gewaltpräventionskonzept von Prof. Dr.  Sabine Stövesand. Ziel ist es, Partnergewalt inStoP Stadtteilen zu enttabuisieren und die Nachbarschaft durch Mitgestaltung des Konzepts zu mobilisieren, sich aktiv und im Rahmen der eigenen individuellen Möglichkeiten gegen Partnergewalt einzusetzen. Durch Aufklärungsarbeit und die Förderung von Zivilcourage stärken wir die Handlungssicherheit der Nachbarschaft bzw. des sozialen Umfelds bei Partnergewalt.

StoP sind nicht nur die Koordinatorinnen. StoP lebt maßgeblich durch die vielen engagierten StoP-Aktiven direkt aus der Nachbarschaft und den Stadtteilen. In Braunschweig sind wir aktuell in der Weststadt und im westlichen Ringgebiet vertreten und möchten in Zukunft weitere Stadtteile erreichen.

Gemeinsam mit den Menschen aus der Weststadt und dem westlichen Ringgebiet setzen wir wichtige Öffentlichkeitsarbeit um, welche von den StoP-Aktiven geplant und realisiert werden. Das Spektrum reicht von Sprühkreideaktionen und Bollerwagentouren zur Verteilung von Informationsmaterial bis hin zur Teilnahme an Nachbarschaftsfesten und Stadtteilveranstaltungen. Zudem greifen wir das Thema zu Aktions- und Gedenktagen, insbesondere dem Orange Day auf. Die Aktiven tragen dabei den größten Beitrag zum Gelingen des Konzepts bei.

Daneben vernetzen wir uns eng mit den ansässigen Einrichtungen im Stadtteil. Neben gemeinsamen Aktionen mit den Institutionen wurde zusätzlich die „Fachrunde Häusliche Gewalt Weststadt“ gegründet. Diese ermöglicht es den dortigen Fachkräften, Fragen aus der eigenen Berufspraxis zu klären und das eigene Handeln bei auftretenden Verdachts- oder Notfällen zu festigen. Momentan arbeiten wir daran, solch eine Runde auch im westlichen Ringgebiet zu etablieren.

Das lokale Netzwerk erstreckt sich dabei über eine Vielzahl von Akteuren von Familienzentren, Gemeindeeinrichtungen, Nachbarschaftshilfen und Begegnungsstätten bis hin zu Wohnungsgesellschaften, Apotheken und lokalen Vereinen im Stadtteil.

Über die Stadtteilgrenze hinaus sind wir außerdem mit unserer Bildungsarbeit in ganz Braunschweig unterwegs und beteiligen uns in allen thematisch relevanten Arbeitskreisen und Runden Tischen. Kurz gesagt: StoP ist eine Nachbarschaftsbewegung gegen Partnergewalt und für eine schützende Nachbarschaft, die Partnergewalt nicht toleriert.

Wir sind keine Beratungsstelle für Betroffene oder Tatpersonen. Unser Fokus liegt bei der Sensibilisierung, Öffentlichkeitsarbeit und Enttabuisierung für die Thematik „Partnergewalt“. Bei Bedarf verweisen wir Menschen an das bereits bestehende Unterstützungssystem und unterstützen auch die Kontaktaufnahme zu diesem.


Was hat das mit Kinderschutz zu tun?

Partnergewalt ist immer auch eine massive Belastung für Kinder und stellt eine Kindeswohlgefährdung dar. Wenn Mütter Gewalt erfahren, sind Kinder niemals nur „Zuschauende“. Der Artikel 26 der Istanbul-Konvention verankert, dass Kinder, die Zeug*innen von partnerschaftlicher Gewalt werden, als eigenständige Betroffene anzuerkennen sind. Das Miterleben von Partnergewalt ist für Kinder eine schwere Form der seelischen Gewalt und prägt deren Entwicklung nachhaltig. Es kann zu Traumatisierungen, Entwicklungsbelastungen sowie weitreichenden Verhaltensauffälligkeiten führen. Zudem besteht ohne rechtzeitige Intervention das Risiko einer transgenerationalen Weitergabe. Wer in der Kindheit Gewalt als Bewältigungsstrategie erlebt, läuft Gefahr, dieses Muster im Erwachsenenleben fortzuführen – sei es, indem Betroffene später erneut Opfer von Gewaltstrukturen werden oder gelerntes Täterverhalten selbst reproduzieren. Kinder sind also immer direkt betroffen. Indem StoP das Schweigen im Stadtteil bricht und das Umfeld stärkt und somit Partnergewalt verhindert wird, entlasten wir auch die Kinder. Ein gewaltfreies Viertel bedeutet ein sichereres Aufwachsen für die Kleinsten.  


Wie erreicht man euch?

Der Kontakt kann ganz unkompliziert auf verschiedenen Wegen aufgenommen werden:

E-Mail: braunschweig@stop-partnergewalt.org

Telefon Yasemin:  0151 20349324 und

Telefon Maike:      0151 65575530

Alle wichtigen Informationen und Kontaktmöglichkeiten sind auf der Homepage www.stop-partnergewalt.org unter Standorte „Braunschweig“ enthalten.

Ansonsten können wir einfach bei den Aktionen im Viertel angesprochen werden. Wir freuen uns über jeden Austausch.


Gibt es aktuelle Veranstaltungen/Termine/Fortbildungen bei euch?

In Braunschweig gibt es verschiedene regelmäßige Termine und Beteiligungsmöglichkeiten:

In der Weststadt kommen jeden Montag von 12:00 bis 13:00 Uhr die StoP-Aktiven in der Nachbarschaftswohnung „gemeinsamBUNT“ (Eiderstraße 14) zusammen. Die Treffen dienen der Planung gemeinsamer Aktionen sowie dem Austausch über aktuelle gesellschaftliche Themen und Bedarfe im Stadtteil. Darüber hinaus lädt die StoP-Aktive Layla zu vereinbarten Terminen zu einem offenen Erzählcafé in Eiderstraße ein. Die Gruppe bietet Raum, um ungezwungen miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über StoP-relevante Themen auszutauschen.

Auch im westlichen Ringgebiet ist die StoP-Aktiven-Gruppe aktiv. Die dortige Gruppe trifft sich regelmäßig zur internen Absprache und Planung. Als weiteres offenes Format findet im westlichen Ringgebiet immer mal wieder ein gemeinsamer Frauenbrunch statt, der Raum für Begegnung, Austausch in gemütlicher Runde bietet.

Aktuelle Termine sind jederzeit auf der Homepage unter dem Braunschweiger Klingelschild zu finden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich für aktuelle Informationen in den StoP-Friends E-Mail-Verteiler aufnehmen zu lassen.

Für die kommenden Monate planen wir bereits eine Vielzahl an Aktionen. Zum Beispiel findet im September ein Kleiderbasar in der Weststadt statt. In Kooperation mit anderen Einrichtungen des westlichen Ringgebietes nehmen wir mit einem StoP-Infostand an der Woche der Demokratie teil. Auch im Rahmen des Gesundheitsmonat in der Weststadt oder der Weststadtwoche werden wir mit einer eigenen Aktion präsent sein.

Warum die Nachbarschaft?
Das Handlungskonzept basiert auf der Erkenntnis, dass Partnergewalt dort am effektivsten bekämpft werden kann, wo sie geschieht, im direkten Wohnumfeld. Anwohner*innen, lokale Institutionen und Schlüsselpersonen im Stadtteil werden dafür sensibilisiert, Anzeichen von Partnergewalt frühzeitig zu erkennen, angemessen zu reagieren und Betroffene Wege in das bestehende Hilfesystem aufzuzeigen. Die Nachbarschaft kann durch Aufmerksamkeit, Gespräche, das Ernstnehmen von Warnsignalen und das Weitergeben von Informationen zu Hilfsangeboten viel bewirken und hat im Notfall die kürzesten Wege. StoP vermittelt Wissen wie Unterstützung möglich ist, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Dabei wird Gewaltprävention als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden. Eine informierte, aufmerksame Nachbarschaft kann dazu beitragen, Gewalt zu unterbrechen, Betroffene zu unterstützen und langfristig Gewalt zu reduzieren oder auch Leben zu retten.

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, haben wir die Vision, das Handlungskonzept StoP in allen Braunschweiger Stadtteilen zu implementieren. Dafür sind wir auf der Suche nach Trägern, die die entsprechenden Ressourcen hierfür stellen.

Flyer

Website


Foto: Besuch der Dauerausstellung „Rosenweg 76“ mit StoP-Aktiven aus beiden Stadtteilen/ S. Kuper)
Foto: Besuch der Dauerausstellung „Rosenweg 76“ mit StoP-Aktiven aus beiden Stadtteilen/ S. Kuper

Drobs BraunschweigParitätischer Niedersachsen Suchthilfe

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind die Drobs Braunschweig, eine Fachstelle für Sucht und Suchtprävention und bieten in Braunschweig diverse Angebote der ambulanten Suchthilfe an. Zu diesen Angeboten zählt insbesondere die Beratung von Betroffenen und Angehörigen (Eltern, Freunde, Multiplikator*innen) zum Thema Sucht und Drogengebrauch. Dabei liegt der Schwerpunkt bei den illegalisierten Drogen, wir bieten aber auch Angebote zum Thema Glücksspiel und Mediennutzung. Die Prävention und die Ambulante Rehabilitation für Suchtkranke sind weitere Schwerpunkte unserer Arbeit. Des Weiteren halten wir mit unserem Café Relax, einem Kontaktcafé für Drogengebrauchende, ein niedrigschwelliges lebenspraktischen Hilfsangebot vor. Zu uns gehört auch noch die jugendspezifische Suchtberatung CLEAR im westlichen Ringgebiet.


Was hat das mit Kinderschutz zu tun?

Kinderschutz betrifft uns zum einen in der beratenden, begleitet Arbeit im Umgang mit suchtbelasteten Familien sowie in der Präventionsarbeit. In den individuellen Fällen gilt es hierbei das Wohl des Kindes unter Berücksichtigungen der Suchterkrankungen der Erziehenden zu wahren. Durch die Prävention wollen wir direkt bei den Kindern und Jugendlichen eine Suchterkrankung vorbeugen.


Wie erreicht man euch?

Alle Kontaktdaten findet man über unsere Homepage: www.drobs-braunschweig.de. Telefonisch sind wir unter 0531/220900 erreichbar. Alle Termine finden nach vorheriger Termin-Vereinbarung statt.

Über die bundesweite Beratungsplattform DigiSucht bieten wir auch Onlineberatung per Chat oder Video an. Den Kontakt findet man ebenfalls über unsere Homepage.


Was gibt es sonst noch über euch zu berichten?

Die Trägerschaft der Drobs Braunschweig ist zum 01.08.2026 an die Paritätische Suchthilfe Niedersachsen gGmbH (PSN) übergegangen. Diese Veränderung hat keinen Einfluss auf unsere Angebote, da bleibt alles wie gehabt. Mit der PSN sind wir nun Teil eines großen niedersachsenweiten Suchthilfenetzwerks mit diversen ambulanten und stationären Einrichtungen. 

Pari Teambild

BETA – Beratung für Eltern in Trennung und Alleinerziehende

Wer seid ihr und was macht ihr?BETA DRK Logo

Wir sind die Beratungsstelle BETA - Beratung für Eltern in Trennung und Alleinerziehende. Wir beraten Eltern in allen Anliegen und Phasen rund um das Thema Trennung. Wir bieten Orientierung und Unterstützung, unabhängig davon, ob Eltern verheiratet sind oder nicht, eine Trennungsabsicht haben, bereits getrennt leben oder Teil einer Patchworkfamilie sind und einen neuen Alltag gestalten möchten.

Unsere Beratung kann sowohl in Einzelgesprächen als auch gemeinsam als Elternpaar stattfinden.

Jede Familie und jede Trennung ist anders. Entsprechend unterschiedlich sind die Anliegen und Bedürfnisse unserer Klient*innen. Deshalb orientiert sich unsere Beratung individuell an ihren Themen und Fragen. Wir begleiten Eltern in dieser herausfordernden Lebensphase und unterstützen sie dabei, den veränderten Familienalltag neu zu gestalten.

Die Beratung umfasst neben rechtlichen, psychosozialen und ökonomischen Themen vor allem die Elternebene mit besonderem Blick auf die Kinder.

Weitere Infos sind auf unserer Homepage unter www.drk-beta.de zu finden.


Was hat das mit Kinderschutz zu tun?

Eltern in Trennungs- und Scheidungssituationen und Alleinerziehende erhalten bei uns Hilfestellungen bei der schwierigen Aufgabe, die Paar- und die Elternebene zu unterscheiden, damit sie - auch wenn sie sich als Paar trennen- ihren Kindern als verantwortungsbewusste Eltern erhalten bleiben und ihnen den Umgang mit beiden Eltern ermöglichen können. Wir möchten Eltern so unterstützen und stärken, dass sie - wenn dies dem Kindeswohl dient- einvernehmlich die elterliche Sorge wahrnehmen, ihre Kinder durch die Trennung begleiten und das Wohl der Kinder im Blick behalten können. Ziel ist es, dass Eltern durch unsere Beratung darin gestärkt werden, ihren Kindern eine sichere und fördernde familiäre Umgebung zu bieten.


Wie erreicht man euch?

Adresse: Adolfstraße 20, 38102 Braunschweig

Beratung möglich: persönlich, telefonisch oder per Video

Telefonische Sprechzeit: aktuell donnerstags von 9:00 bis 11:00 Uhr Tel.: 0531/2203141

In der telefonischen Sprechzeit sind wir persönlich erreichbar und bieten neben einer Terminvereinbarung auch die Möglichkeit an, einige Fragen und Anliegen direkt zu klären.

Außerhalb der telefonischen Sprechzeit: gerne eine Nachricht auf dem AB hinterlassen, wir melden uns so schnell wie möglich zurück

Weitere Kontaktmöglichkeiten per E-Mail: beta@drkbssz.de und über unser Kontaktformular Kontaktformular - Kreisverband Braunschweig- Salzgitter e.V. 

Wichtig: Für ein Beratungsgespräch ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich.


Gibt es aktuelle Veranstaltungen/Termine/Fortbildungen bei euch?

Am 30.09.2026 halten wir einen Vortrag zum Thema „Wie Kinder die Trennung ihrer Eltern erleben“.

Am 10.11.2026 hält die Rechtsanwältin Margrit Pape-Jacksteit einen Vortrag mit dem Titel „Von der Trennung bis zur Scheidung – Was muss rechtlich beachtet werden?“

Nähere und aktuelle Informationen finden Sie unter BETA-Termine - Kreisverband Braunschweig- Salzgitter e.V.

Was gehört sonst noch zu euer Arbeit?

Um die rechtlichen Informationen in den Trennungsprozess einbeziehen zu können, besteht eine Kooperation mit zwei Rechtsanwältinnen für Familienrecht, die den Ratsuchenden mit dem Angebot von Rechtsberatung zur Verfügung stehen. Diese rechtlichen Kurzberatungen finden einmal monatlich statt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Weitere Infos hierzu:  Rechtsberatung - Kreisverband Braunschweig- Salzgitter e.V.

sichtbar.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind Sichtbar. Fachzentrum gegen sexualisierte Gewalt e.V.sichtbar. Logo

Wir beraten von sexualisierter Gewalt betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie deren Angehörige und Bezugspersonen, Fachkräfte und Institutionen und bieten psychosoziale Prozessbegleitung an, d.h. die Begleitung vor, während und nach einem Strafprozess.

Weitere Schwerpunkte unserer Arbeit sind Präventionsworkshops, Elternabende und Fortbildungen. Diese richten sich an Kinder und junge Menschen, Bezugspersonen, (pädagogische) Fachkräfte und Einrichtungen. Unsere Themenschwerpunkte sind die Sensibilisierung sexualisierter Gewalt und die Vermittlung von Handlungskompetenzen, Schutzkonzepte und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

Weitere wichtige Arbeitsbereiche sind die Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen sowie Netzwerkarbeit. Sexualisierte Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das gesamtgesellschaftliche Lösungsstrategien erfordert. Daher müssen wir immer wieder Aufmerksamkeit für das Thema schaffen, es enttabuisieren und besprechbar machen.

Flyer über unsere Angebote sind auf unserer Website zu finden und mittlerweile haben wir diese in 6 verschiedene Sprechen übersetzen lassen (englisch, französisch, türkisch, arabisch, russisch und ukrainisch). https://www.sichtbar-bs.de/downloads/

Was hat das mit Kinderschutz zu tun?

Kinder und junge Menschen vor sexualisierter Gewalt zu schützen und ihnen Hilfe anzubieten, wenn ihnen sexualisierte Gewalt widerfahren ist, bedeutet Kinderschutz. Ebenso die Sensibilisierung und Aufklärung ihres Umfeldes, also der Eltern und Bezugspersonen und der Menschen, denen wir sie tagtäglich anvertrauen, bedeutet Kinderschutz. Denn kein Kind kann sich allein schützen. Erwachsene tragen die Verantwortung und müssen wissen, was zu tun ist, wenn sie sich Sorgen um ein Kind machen oder ein Kind sich ihnen anvertraut.

Wie erreicht man euch?

Unsere Beratungsstelle ist in der Münzstraße 16 in Braunschweig. Telefonisch sind wir unter 0531/233 6666 zu unseren telefonischen Sprechzeiten dienstags und donnerstags von 9:30 bis 11:30 und mittwochs von 15:00 bis 17:00 zu erreichen. Natürlich rufen wir auch zurück, wenn eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen wird. Jederzeit kann eine E-Mail an info@sichtbar-bs.de geschrieben werden, die wir, so schnell wie möglich, beantworten. Wir vereinbaren dann Beratungstermine, entweder persönlich, telefonisch und bieten auch Videoberatung an. Jeden ersten Mittwoch im Monat bieten wir eine offene Beratung zwischen 15:00 und 17:00 an, d.h. hier kann man ohne vorherige Terminabsprache eine Beratung bekommen. Alle Infos dazu sind auf unserer Website www.sichtbar-bs.de zu finden.

Gibt es aktuelle Veranstaltungen/Termine/Fortbildungen bei euch?

Am 03.11.26 geben wir eine Fortbildung zu Sensibilisierung und Grundlagenwissen sexualisierte Gewalt im Kinderschutzbund. Infos dazu finden Sie hier:  https://www.dksb-bs.de/aktuelles/fortbildungsreihe-kinderschutz-schutzkonzepte-2026/

Für weitere Fortbildungen wenden Sie sich bitte direkt an uns unter info@sichtbar-bs.de

Am 02.12.26 halten wir einen Vortag zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt. Dieser ist für Eltern und Bezugspersonen und kostenlos. Nähere Infos hierzu folgen über den Runden Tisch gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und jungen Menschen.

Aktuelle Informationen findet man auch auf unserer Website www.sichtbar-bs.de oder auf Instagram @sichtbar_bs

Was gehört noch zu eurer Arbeit?

Wir sind in vielen Arbeitskreisen und Netzwerken aktiv in der Region, aber auch auf Landes- und Bundesebene. Ein ganz wichtiges Netzwerk ist für uns der Runde Tisch gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und jungen Menschen in Braunschweig. Dieser veranstaltet u.a. regelmäßige Informationsabende zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt.

Wir sind Teil der Kampagne in den Braunschweiger Schwimmbädern „Ich sag´s“ und Kooperationspartner von vielen Einrichtungen. Zusammen mit der Braunschweiger Sportjugend schulen wir Sportvereine zu Schutzkonzepten.

Wie kann man den sichtbar e. V. unterstützen?

Bei uns kann man Mitglied und Fördermitglied werden. Das geht ganz einfach über unsere Website https://www.sichtbar-bs.de/ueber-uns/foerdermitgliedwerden/

So kann jede*r ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt setzen und unsere Arbeit einmalig über eine Spende oder regelmäßig unterstützen. Wir freuen uns sehr! sichtbar. Mitarbeiter*innen


Rosenweg 76

Rosenweg 76 Logo

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir, Antonia & Stefanie, sind die Koordinatorinnen des Präventionsangebots „Rosenweg 76“ in Braunschweig. Der „Rosenweg 76“ ist eine interaktive Dauerausstellung zum Thema häusliche Gewalt und Gewalt in der häuslichen Pflege. Die Ausstellung zeigt sich in Form einer nachgestellten Wohnung, mit einer fiktiven Adresse. Der Ausstellungsstandort ist der Bruchtorwall 6, 38100 Braunschweig. Die gezeigte Wohnung steht stellvertretend für einen Ort, an dem Gewalt stattfindet. Häusliche Gewalt ist keine Privatsache, sie findet mitten unter uns statt und kann alle Menschen betreffen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer Schicht, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Die Ausstellung wird hauptsächlich von Braunschweiger Schulklassen ab dem Jahrgang 9 besucht. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften oder Schulsozialarbeiter:innen besuchen sie die Ausstellung in Form von pädagogisch begleiteten Führungen. Auch Fachkräfte buchen regelmäßig Führungen durch unsere Ausstellung zur Sensibilisierung und Weiterbildung. Private Personen können die Ausstellung im Rahmen von monatlich stattfindenden öffentlichen Führungen besuchen.

Was hat das mit Kinderschutz zu tun?

Häusliche Gewalt gefährdet das Kindeswohl. Denn egal, ob Kinder eine bestimmte Gewaltform selbst am eigenen Leib erlebt haben, oder nur Zeug:innen waren – sie leiden immer darunter. (Zitat Antje Wingert)

Gemeinsam mit den Schüler:innen erarbeiten wir uns die verschiedenen Facetten von Gewalt in Liebesbeziehungen und im Familienalltag, am Beispiel unserer fiktiven Familie im „Rosenweg 76“. Die Jugendlichen lernen bei jeder Führung auch die Hilfsangebote in Braunschweig kennen und nutzen den Besuch als Türöffner um im Schulkontext Gesprächsangebote in Anspruch nehmen zu können. Die Fachkräfte, die unsere Ausstellung besuchen, sind wichtige Multiplikator:innen. Das Thema Kinderschutz und Gewalt in (Teenager-) Paarbeziehungen und in Familien sollte zusammen gedacht werden um Strukturen zu schaffen in denen das Kindeswohl ganzheitlich geschützt wird.

Wie erreicht man euch?

Der Besuch der Ausstellung ist ausschließlich im Rahmen pädagogisch begleiteter Führungen nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Die reguläre Dauer einer Führung beträgt 120 Minuten. Eine Anmeldung erfolgt über das Anmeldeformular auf unserer Website. https://www.diakonie-dwb.de/rosenweg-76/ausstellungsanmeldung/

Generell erreicht man uns beide am besten per Mai an rosenweg76@dachstiftung-diakonie.de

Was ist aus der „Rosenstraße“ geworden?

Im Februar 2026 ist aus der „Rosenstraße 76“ der „Rosenweg 76“ geworden. Das inhaltliche Konzept ist aber erhalten geblieben.

Der ursprüngliche Name „Rosenstraße 76“ stammte von der ersten Wanderausstellung aus dem Jahr 2005. Immer wieder kam es zu Verwechslungen mit einem historischen Ereignis: Dem Rosenstraßen-Protest in Berlin 1943, der als größte spontane Protestaktion im NS-Regime in die Geschichte einging. Ende Februar 1943 protestierten Ehefrauen und weitere Familienmitglieder in der Rosenstraße in Berlin für die Freilassung von inhaftierten jüdischen Männern. Zum Gedenken an die Ereignisse wurden in der Berliner Rosenstraße einige Monumente errichtet. Es gibt auch einen Spielfilm und diverse Bücher. Uns war wichtig, diesen bedeutenden Teil der Geschichte zu respektieren, nicht mit unserer Arbeit und der wachsenden medialen Präsenz zu überdecken und Missverständnissen vorzubeugen. „Der „Rosenweg 76“ steht nun symbolisch dafür, Wege aus der Gewalt aufzuzeigen.

Gibt es aktuelle Veranstaltungen/Termine/Fortbildungen bei euch?Rosenweg 79

Das Angebot richtet sich an Braunschweiger Schulen und deren Klassen ab Jahrgangsstufe 9. Um eine professionelle Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs zu diesem sensiblen Thema zu gewährleisten, ist eine vorherige Fortbildung bei uns obligatorisch.

 

Jede unserer Führungen endet mit einer gemeinsamen Nachbesprechung. Da die Ausstellung berührt und aufrüttelt, ist es jedoch nicht auszuschließen, dass in den folgenden Tagen oder Wochen noch Fragen und Anliegen bei den Jugendlichen auftauchen. Eine Vorbereitung der Klassen und eine Fortbildung der Begleitpersonen ist deshalb notwendig.

Unsere Fortbildung umfasst 3 Stunden, in denen die Ausstellung kennengelernt werden kann und wichtige Inhalte, wie zum Beispiel die Formen von Gewalt, die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, Trennungsbarrieren und daraus folgende Hilfsmöglichkeiten, ausführlich besprochen werden. Die nächsten Termine für unsere Fortbildung sind:

Dienstag, 12.05.26 von 14 - 17 Uhr

Donnerstag, 08.10.26 von 14 - 17 Uhr

Dienstag, 10.11.26 von 14 - 17 Uhr

Eine Anmeldung erfolgt per Mail. 

Weitere Infos gibt es auf der Website

Kinder- und Jugendschutz / Frühe Hilfen: Schwerpunkt Beratung nach §§8a, 8b SGBVIII, 4KKGBS Logo

Aufgabe der Stelle Kinder- und Jugendschutz/ Frühe Hilfen im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Braunschweig:

Neben vielfältigen präventiven Angeboten für Familien mit Kindern im Alter zwischen 0-3 Jahren und den sogenannten Willkommensbesuchen, die wir allen Eltern mit Neugeborenen anbieten, ist ein weiterer Schwerpunkt die Beratung als insoweit erfahrene Fachkraft im Verdachtsfall auf Kindeswohlgefährdung.

Was ist Ihre Aufgabe beim Verdachtsfall auf Kindeswohlgefährdung?

Der Gesetzgeber hat mit den rechtlichen Erweiterungen im SGBVIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) und dem in 2011 geschaffenen KKG (Kooperation und Information im Kinderschutz) Voraussetzungen geschaffen, das Thema Kinderschutz als Querschnittsaufgabe für alle, die beruflich mit Kindern zu tun haben zu verorten. 

Es geht um das verbindliche Vorgehen im Verdachtsfall auf Kindeswohlgefährdung, mit dem Ziel frühzeitig Risiken zu identifizieren und Hilfen einleiten oder vermitteln zu können. Fachkräfte, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen, müssen bzw. sollen im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte eine Gefährdungseinschätzung vornehmen und betroffene Eltern, Kinder und Jugendliche beteiligen. Dabei haben sie Anspruch auf Unterstützung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft, die in anonymisierter Form berät. Insoweit erfahrene Fachkräfte sind langjährig erfahrene/tätige KollegInnen mit entsprechenden Fortbildungen und einer ausgewiesenen Grundqualifikation.

Wie ist das Verfahren zur Inanspruchnahme einer InsoFa und wer kann sie anfragen?

Die KollegInnen der Stelle sind täglich telefonisch oder über Mail zu erreichen, so dass Anfragen umgehend bearbeitet werden und eine Beratung in der Einrichtung der jeweiligen Ratsuchenden zeitnah durchgeführt werden kann. Alle Fachkräfte, die beruflich mit Kindern arbeiten, wie z. B. ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, aber auch Lehrkräfte, medizinisches Personal, TherapeutInnen etc. haben einen rechtlichen Anspruch und können sich an uns wenden. 

Wie läuft eine Beratung ab? Wie sieht eine Beratung konkret aus?

Wir besprechen gemeinsam mit den Fachkräften vor Ort in anonymisierter oder pseudonymisierter Form die Situation, die Sorgen und Verdachtsmomente und nehmen eine Risikoeinschätzung nach dem Ampelprinzip vor. Danach richtet sich dann das weitere Vorgehen. Wichtig ist, dass die Fallverantwortung sowie die Zuständigkeit für den Kontakt zur Familie bei den vor Ort tätigen Fachkräften bleiben.  

Die Beratung ist kostenfrei und allein das Vorliegen eines Verdachts reicht aus, um eine Beratung in Anspruch nehmen zu können.

Ergänzung

Für weitergehende Fragen, auch zu unseren anderen Aufgabenbereichen stehen wir ebenfalls gern zur Verfügung.

 

Stadt Braunschweig
Fachbereich Kinder, Jugend und Familie
Kinder- und Jugendschutz/Frühe Hilfen
Tel.: 0531 470-8888
Mail: kinderschutz@braunschweig.de

         fruehe.hilfen@braunschweig.de

Website

 

Weitere Angebote:

Frühe Hilfen vor Ort

Termine & Flyer


Eltern - Kind - Angebote

Termine & Flyer


Willkommensbesuche