Im Spotlight
sichtbar.
Wer seid ihr und was macht ihr?
Wir sind Sichtbar.
Fachzentrum gegen sexualisierte Gewalt e.V.
Wir beraten von sexualisierter Gewalt betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie deren Angehörige und Bezugspersonen, Fachkräfte und Institutionen und bieten psychosoziale Prozessbegleitung an, d.h. die Begleitung vor, während und nach einem Strafprozess.
Weitere Schwerpunkte unserer Arbeit sind Präventionsworkshops, Elternabende und Fortbildungen. Diese richten sich an Kinder und junge Menschen, Bezugspersonen, (pädagogische) Fachkräfte und Einrichtungen. Unsere Themenschwerpunkte sind die Sensibilisierung sexualisierter Gewalt und die Vermittlung von Handlungskompetenzen, Schutzkonzepte und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.
Weitere wichtige Arbeitsbereiche sind die Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen sowie Netzwerkarbeit. Sexualisierte Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das gesamtgesellschaftliche Lösungsstrategien erfordert. Daher müssen wir immer wieder Aufmerksamkeit für das Thema schaffen, es enttabuisieren und besprechbar machen.
Flyer über unsere Angebote sind auf unserer Website zu finden und mittlerweile haben wir diese in 6 verschiedene Sprechen übersetzen lassen (englisch, französisch, türkisch, arabisch, russisch und ukrainisch). https://www.sichtbar-bs.de/downloads/
Was hat das mit Kinderschutz zu tun?
Kinder und junge Menschen vor sexualisierter Gewalt zu schützen und ihnen Hilfe anzubieten, wenn ihnen sexualisierte Gewalt widerfahren ist, bedeutet Kinderschutz. Ebenso die Sensibilisierung und Aufklärung ihres Umfeldes, also der Eltern und Bezugspersonen und der Menschen, denen wir sie tagtäglich anvertrauen, bedeutet Kinderschutz. Denn kein Kind kann sich allein schützen. Erwachsene tragen die Verantwortung und müssen wissen, was zu tun ist, wenn sie sich Sorgen um ein Kind machen oder ein Kind sich ihnen anvertraut.
Wie erreicht man euch?
Unsere Beratungsstelle ist in der Münzstraße 16 in Braunschweig. Telefonisch sind wir unter 0531/233 6666 zu unseren telefonischen Sprechzeiten dienstags und donnerstags von 9:30 bis 11:30 und mittwochs von 15:00 bis 17:00 zu erreichen. Natürlich rufen wir auch zurück, wenn eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen wird. Jederzeit kann eine E-Mail an info@sichtbar-bs.de geschrieben werden, die wir, so schnell wie möglich, beantworten. Wir vereinbaren dann Beratungstermine, entweder persönlich, telefonisch und bieten auch Videoberatung an. Jeden ersten Mittwoch im Monat bieten wir eine offene Beratung zwischen 15:00 und 17:00 an, d.h. hier kann man ohne vorherige Terminabsprache eine Beratung bekommen. Alle Infos dazu sind auf unserer Website www.sichtbar-bs.de zu finden.
Gibt es aktuelle Veranstaltungen/Termine/Fortbildungen bei euch?
Am 03.11.26 geben wir eine Fortbildung zu Sensibilisierung und Grundlagenwissen sexualisierte Gewalt im Kinderschutzbund. Infos dazu finden Sie hier: https://www.dksb-bs.de/aktuelles/fortbildungsreihe-kinderschutz-schutzkonzepte-2026/
Für weitere Fortbildungen wenden Sie sich bitte direkt an uns unter info@sichtbar-bs.de
Am 02.12.26 halten wir einen Vortag zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt. Dieser ist für Eltern und Bezugspersonen und kostenlos. Nähere Infos hierzu folgen über den Runden Tisch gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und jungen Menschen.
Aktuelle Informationen findet man auch auf unserer Website www.sichtbar-bs.de oder auf Instagram @sichtbar_bs
Was gehört noch zu eurer Arbeit?
Wir sind in vielen Arbeitskreisen und Netzwerken aktiv in der Region, aber auch auf Landes- und Bundesebene. Ein ganz wichtiges Netzwerk ist für uns der Runde Tisch gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und jungen Menschen in Braunschweig. Dieser veranstaltet u.a. regelmäßige Informationsabende zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt.
Wir sind Teil der Kampagne in den Braunschweiger Schwimmbädern „Ich sag´s“ und Kooperationspartner von vielen Einrichtungen. Zusammen mit der Braunschweiger Sportjugend schulen wir Sportvereine zu Schutzkonzepten.
Wie kann man den sichtbar e. V. unterstützen?
Bei uns kann man Mitglied und Fördermitglied werden. Das geht ganz einfach über unsere Website https://www.sichtbar-bs.de/ueber-uns/foerdermitgliedwerden/
So kann
jede*r ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt setzen und unsere Arbeit einmalig
über eine Spende oder regelmäßig unterstützen. Wir freuen uns sehr! 
Rosenweg 76
Wer seid ihr und was macht ihr?
Wir, Antonia & Stefanie, sind die Koordinatorinnen des Präventionsangebots „Rosenweg 76“ in Braunschweig. Der „Rosenweg 76“ ist eine interaktive Dauerausstellung zum Thema häusliche Gewalt und Gewalt in der häuslichen Pflege. Die Ausstellung zeigt sich in Form einer nachgestellten Wohnung, mit einer fiktiven Adresse. Der Ausstellungsstandort ist der Bruchtorwall 6, 38100 Braunschweig. Die gezeigte Wohnung steht stellvertretend für einen Ort, an dem Gewalt stattfindet. Häusliche Gewalt ist keine Privatsache, sie findet mitten unter uns statt und kann alle Menschen betreffen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer Schicht, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Die Ausstellung wird hauptsächlich von Braunschweiger Schulklassen ab dem Jahrgang 9 besucht. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften oder Schulsozialarbeiter:innen besuchen sie die Ausstellung in Form von pädagogisch begleiteten Führungen. Auch Fachkräfte buchen regelmäßig Führungen durch unsere Ausstellung zur Sensibilisierung und Weiterbildung. Private Personen können die Ausstellung im Rahmen von monatlich stattfindenden öffentlichen Führungen besuchen.
Was hat das mit Kinderschutz zu tun?
Häusliche Gewalt gefährdet das Kindeswohl. Denn egal, ob Kinder eine bestimmte Gewaltform selbst am eigenen Leib erlebt haben, oder nur Zeug:innen waren – sie leiden immer darunter. (Zitat Antje Wingert)
Gemeinsam mit den Schüler:innen erarbeiten wir uns die verschiedenen Facetten von Gewalt in Liebesbeziehungen und im Familienalltag, am Beispiel unserer fiktiven Familie im „Rosenweg 76“. Die Jugendlichen lernen bei jeder Führung auch die Hilfsangebote in Braunschweig kennen und nutzen den Besuch als Türöffner um im Schulkontext Gesprächsangebote in Anspruch nehmen zu können. Die Fachkräfte, die unsere Ausstellung besuchen, sind wichtige Multiplikator:innen. Das Thema Kinderschutz und Gewalt in (Teenager-) Paarbeziehungen und in Familien sollte zusammen gedacht werden um Strukturen zu schaffen in denen das Kindeswohl ganzheitlich geschützt wird.
Wie erreicht man euch?
Der Besuch der Ausstellung ist ausschließlich im Rahmen pädagogisch begleiteter Führungen nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Die reguläre Dauer einer Führung beträgt 120 Minuten. Eine Anmeldung erfolgt über das Anmeldeformular auf unserer Website. https://www.diakonie-dwb.de/rosenweg-76/ausstellungsanmeldung/
Generell erreicht man uns beide am besten per Mai an rosenweg76@dachstiftung-diakonie.de
Was ist aus der „Rosenstraße“ geworden?
Im Februar 2026 ist aus der „Rosenstraße 76“ der „Rosenweg 76“ geworden. Das inhaltliche Konzept ist aber erhalten geblieben.
Der ursprüngliche Name „Rosenstraße 76“ stammte von der ersten Wanderausstellung aus dem Jahr 2005. Immer wieder kam es zu Verwechslungen mit einem historischen Ereignis: Dem Rosenstraßen-Protest in Berlin 1943, der als größte spontane Protestaktion im NS-Regime in die Geschichte einging. Ende Februar 1943 protestierten Ehefrauen und weitere Familienmitglieder in der Rosenstraße in Berlin für die Freilassung von inhaftierten jüdischen Männern. Zum Gedenken an die Ereignisse wurden in der Berliner Rosenstraße einige Monumente errichtet. Es gibt auch einen Spielfilm und diverse Bücher. Uns war wichtig, diesen bedeutenden Teil der Geschichte zu respektieren, nicht mit unserer Arbeit und der wachsenden medialen Präsenz zu überdecken und Missverständnissen vorzubeugen. „Der „Rosenweg 76“ steht nun symbolisch dafür, Wege aus der Gewalt aufzuzeigen.
Gibt es aktuelle Veranstaltungen/Termine/Fortbildungen bei euch?
Das Angebot richtet sich an Braunschweiger Schulen und deren Klassen ab Jahrgangsstufe 9. Um eine professionelle Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs zu diesem sensiblen Thema zu gewährleisten, ist eine vorherige Fortbildung bei uns obligatorisch.
Jede unserer Führungen endet mit einer gemeinsamen Nachbesprechung. Da die Ausstellung berührt und aufrüttelt, ist es jedoch nicht auszuschließen, dass in den folgenden Tagen oder Wochen noch Fragen und Anliegen bei den Jugendlichen auftauchen. Eine Vorbereitung der Klassen und eine Fortbildung der Begleitpersonen ist deshalb notwendig.
Unsere Fortbildung umfasst 3 Stunden, in denen die Ausstellung kennengelernt werden kann und wichtige Inhalte, wie zum Beispiel die Formen von Gewalt, die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, Trennungsbarrieren und daraus folgende Hilfsmöglichkeiten, ausführlich besprochen werden. Die nächsten Termine für unsere Fortbildung sind:
Dienstag, 12.05.26 von 14 - 17 Uhr
Donnerstag, 08.10.26 von 14 - 17 Uhr
Dienstag, 10.11.26 von 14 - 17 Uhr
Eine Anmeldung erfolgt per Mail.
Weitere Infos gibt es auf der Website
Kinder- und Jugendschutz /
Frühe Hilfen: Schwerpunkt Beratung nach §§8a, 8b SGBVIII, 4KKG
Aufgabe der Stelle Kinder- und Jugendschutz/ Frühe Hilfen im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Braunschweig:
Neben vielfältigen präventiven Angeboten für Familien mit Kindern im Alter zwischen 0-3 Jahren und den sogenannten Willkommensbesuchen, die wir allen Eltern mit Neugeborenen anbieten, ist ein weiterer Schwerpunkt die Beratung als insoweit erfahrene Fachkraft im Verdachtsfall auf Kindeswohlgefährdung.Was ist Ihre Aufgabe beim Verdachtsfall auf Kindeswohlgefährdung?
Der Gesetzgeber hat mit den rechtlichen Erweiterungen im SGBVIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) und dem in 2011 geschaffenen KKG (Kooperation und Information im Kinderschutz) Voraussetzungen geschaffen, das Thema Kinderschutz als Querschnittsaufgabe für alle, die beruflich mit Kindern zu tun haben zu verorten.
Es geht um das verbindliche Vorgehen im Verdachtsfall auf Kindeswohlgefährdung, mit dem Ziel frühzeitig Risiken zu identifizieren und Hilfen einleiten oder vermitteln zu können. Fachkräfte, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahrnehmen, müssen bzw. sollen im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte eine Gefährdungseinschätzung vornehmen und betroffene Eltern, Kinder und Jugendliche beteiligen. Dabei haben sie Anspruch auf Unterstützung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft, die in anonymisierter Form berät. Insoweit erfahrene Fachkräfte sind langjährig erfahrene/tätige KollegInnen mit entsprechenden Fortbildungen und einer ausgewiesenen Grundqualifikation.
Wie ist das Verfahren zur Inanspruchnahme einer InsoFa und wer kann sie anfragen?
Die KollegInnen der Stelle sind täglich telefonisch oder über Mail zu erreichen, so dass Anfragen umgehend bearbeitet werden und eine Beratung in der Einrichtung der jeweiligen Ratsuchenden zeitnah durchgeführt werden kann. Alle Fachkräfte, die beruflich mit Kindern arbeiten, wie z. B. ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, aber auch Lehrkräfte, medizinisches Personal, TherapeutInnen etc. haben einen rechtlichen Anspruch und können sich an uns wenden.
Wie läuft eine Beratung ab? Wie sieht eine Beratung konkret aus?
Wir besprechen gemeinsam mit den Fachkräften vor Ort in anonymisierter oder pseudonymisierter Form die Situation, die Sorgen und Verdachtsmomente und nehmen eine Risikoeinschätzung nach dem Ampelprinzip vor. Danach richtet sich dann das weitere Vorgehen. Wichtig ist, dass die Fallverantwortung sowie die Zuständigkeit für den Kontakt zur Familie bei den vor Ort tätigen Fachkräften bleiben.
Die Beratung ist kostenfrei und allein das Vorliegen eines Verdachts reicht aus, um eine Beratung in Anspruch nehmen zu können.
Ergänzung
Für weitergehende Fragen, auch zu unseren anderen Aufgabenbereichen stehen wir ebenfalls gern zur Verfügung.
Stadt Braunschweig
Fachbereich Kinder, Jugend und Familie
Kinder- und Jugendschutz/Frühe Hilfen
Tel.: 0531 470-8888
Mail: kinderschutz@braunschweig.de
Website
Weitere Angebote:
Frühe Hilfen vor Ort
Termine & FlyerEltern - Kind - Angebote
Termine & Flyer
Willkommensbesuche